Hier will ich euch erzählen wie in jedes Haus, in dem kleinen Dorf nah am Wald, Abdrücke von Katzenpfötchen auf den Fußboden der Wohnzimmer kamen.
Es war ein Tag im Dezember, der Winter hatte seine weiche weiße Decke über das Land ausgebreitet und die Schneeflöckchen tanzten munter durch die Luft. Es war an eben jenem Tag als Minka, das kleine Katzenmädchen, das erstemal das schützende Nest verlies. Minka war das kleinste von allen Katzenkindern, und sie war Schneeweiß. Alle ihre Geschwister waren schwarzweiß gemustert, nur Minka war weiß wie der Neuschnee. Vorsichtig krabbelt das kleine Katzenkind aus dem Nest und fand sich auf den rutschigen Fliesen wieder. Patschig wie sie war rutsche Minka erst mal auf allen vieren aus und landete auf ihrem kleinen weichen Bäuchlein, 'Autsch' dachte Minka, das tat weh. Vorsichtig versuchte sie sich wieder aufzurichten und die ersten sicheren Schritte auf dem rutschigen Untergrund zu gehen. Es viel ihr zusehends leichter und schon nach ein paar Versuchen sprang die kleine Katze auf dem Boden hin und her, das man nur noch ein weißes Fellknäuel sehen konnte. Mit Schwung rannte sie um die Ecken und rutsche dann ein paar Meter auf ihren kleinen Pfoten, bevor sie die Krallen ausfuhr um wieder zu bremsen. Hui hatte Minka einen Spaß, wie sie so um die Ecken geschossen kam und wie der Blitz wieder verschwand. Doch auf einmal verlor sie die Kontrolle, die Türe die vorher immer geschlossen gewesen war, stand offen und Minka purzelte raus in den Schnee. Plumps, so landete das Katzenkind im Schnee, man konnte nur noch ihr Schwänzchen sehen, das oben aus dem Schneeberg ragte. Minka nieste, der Schnee in der Nase war kalt und kitzelte die Schnurrhaare. Vorsichtig rappelt sie sich auf und schaute ängstlich in die neue Welt. Hier war alles weiß, nichts war so bunt wie im Haus. Es war dämmrig am Himmel, scheinbar hatten wir schon Abend, an jenem Tag im Dezember, doch das wusste Minka nicht, sie konnte Tag und Nacht nicht unterscheiden. Voller Neugierde setzten Minka eine Pfote vor die andere, weil sie so klein und leicht war sackte sie immer nur ein bisschen in den Schnee ein und konnte ansonsten gut auf den Schneewegen laufen. Sie lief einfach drauf los und entfernte sich so immer weiter vom Haus, erst als ihr bewusst wurde wie kalt es eigentlich war und ihre Neugierde nachgelassen hatte schaute sie sich um. Die Lichter des Hauses waren nicht mehr zu sehen. Um sie herum standen lediglich Bäume, es war kalt und dunkel. Angst erfüllte das kleine Katzenkind, und so fing Minka aus vollem Halse an zu rufen und zu weinen. Sie fühlte sich so alleine auf dieser Welt, sehnte sich nach ihrem Geschwister und ihrer Mutter, nach der wärme des Hauses und nach einem Schälchen warme Milch. Sie wollte Heim. Doch nichts rührte sich, scheinbar gab es hier draußen kein Leben. Minka fühlte sich so alleine, die Angst nahm langsam besitzt von ihrem kleinen Herzchen. Doch da raschelte es im Gestrüpp. Ein buschiger Schwanz war zuerst zu sehen, Minka erschrak und duckte sich ganz tief in den Schnee. 'Hab keine Angst' sagte der buschige Schwanz, 'ich bin Bernie. Ich bin ein Eichhörnchen, was tust Du hier im Wald? Kleine Kätzchen gehören an solchen Tagen nicht in den Wald, sondern nach Hause zu ihrer Mutter.' Minka blinzelte vorsichtig. 'Ach, ich hab mich verlaufen. Beim Spielen bin ich aus der Türe gefallen und dann gelaufen so weit wie ich konnte und jetzt finde ich nicht mehr zurück. Ich habe Angst und meine Mutter und meine Geschwister fehlen mir.' 'Hab keine Angst', sagte das Eichhörnchen, 'wir gehen jemand suchen der Dir Helfen kann, komm.' Bernie und Minka liefen durch den tiefen Schnee und Minka hatte auch schon viel weniger Angst, sie hatte einen Freund gefunden, der vielleicht anders war als sie, aber doch bereit wahr ihr zu helfen. Als erstes begegneten sie einem Kaninchen, es saß unter einem Baum und schaute trübe auf den Schnee. 'Hallo Hoppel', sagte Bernie, 'Das hier ist Minka, sie hat sich verlaufen, kannst Du uns sagen wie sie wieder nach Hause kommt?' Doch Hoppel das Kaninchen konnte es nicht und so zogen Minka und Bernie weiter durch den Schnee. Kurze Zeit später trafen sie eine Eule, sie saß oben in einem Baum. 'Hallo Luise', sagte Bernie, 'Das ist Minka, sie findet nicht mehr nach Hause, von da oben kannst Du doch alles sehen, weißt Du wie Minka wieder nach Hause kommt?' Aber auch Luise die Eule konnte nicht Helfen, Minkas Herz wurde schwer, und doch verlor sie nicht den Mut, denn sie hatte einen Freund gefunden der ihr Beistand leistete und sie nicht alleine lassen würde an diesem seltsamen Ort. Als sie einige Zeit gelaufen waren kamen sie auf eine Lichtung, hier lag der Schnee dick auf dem Boden, doch unter den Bäumen am Rand Sprieß noch ein wenig Graß. Hier stand ein sehr großes Tier, Minka versteckte sich hinter Bernie, denn so etwas großes hatte sie noch nicht gesehen. Es war noch größer als der Esstisch zu Hause, es war riesig. Doch Bernie meinte sie sollte keine Angst haben. 'Hallo Rudolf', sagte Bernie, 'Das ist Minka, wir suchen ihr zu Hause, doch das Kaninchen und die Eule konnten uns nicht Helfen, hast Du nicht eine Idee?' Rudolf das Rentier legte seinen Kopf schief, sah das kleine zitternde weiße Fellknäuel an und sagte, 'Hallo Minka, hab keine Angst, wir sind hier alle Freunde, ich denke ich weiß jemand der Dir Helfen kann. Hab keine Angst, komm springt auf meinen Rücken, ich bringe euch hin.' Vorsichtig lief Rudolf das Rentier durch den Schnee, Minka und Bernie saßen eng aneinander gekuschelt auf deinem Rücken und schauten in den immer dunkler werdenden Sternenhimmel. Auf einmal sahen sie ein kleines Haus in dem Licht brannte, mein zu Hause dachte Minka überglücklich und wollte schon runterspringen. Doch dann erkannte sie das es sich gar nicht um ihr Haus handelte, dieses hier war viel kleiner und auch die Fenster waren anders, doch drinnen brannte ein schönes Licht und Minka hatte keine Angst, denn ihre Freunde waren ja bei ihr. Rudolf trabte vor und klopfte vorsichtig mit seinem Geweih an die Türe. Nach einigem zögern, Minka bekam schon Sorgen das keiner zu Hause sein würde, öffnete sich die Türe. Ein dicker Mann in einem roten Anzug öffnete die Türe. 'Na Rudolf, was machst Du denn hier? Wir müssen doch erst in ein paar Stunden los', fragte der dicke Mann. 'Hallo Weihnachtsmann, ich bringe Dir einen kleinen Gast', sagte Rudolf und drehte sich langsam um. Auf seinem Rücken betrachtete Minka das Geschen mit Staunen, noch nie hatte sie ein Tier mit einem Menschen reden sehen. 'Das ist Minka, sie hat sich verlaufen, sie ist aus der Türe gefallen und findet jetzt nicht mehr nach Hause, ich dachte vielleicht könnten wir sie heute Abend mitnehmen auf unsere kleine Reise. Sicherlich findet sie so ihr zu Hause wieder.' Der Weihnachtsmann schaute Minka an und lächelte, 'Na dann komm mal rein kleines Fräulein, möchtest Du ein Schälchen warme Milch? Bernie, alter Junge komme rein, ich habe noch ein paar Nüsschen für Dich, lange haben wir uns nicht mehr gesehen.' Minka und Bernie stiegen ab und gingen in das Haus. Nachdem sie sich aufgewärmt und etwas gegessen hatten packte der Weihnachtsmann seinen Schlitten voller bunter Geschenke, spannte Rudolf davor und so machten sie sich auf den Weg zurück in das Dorf aus dem Minka gekommen war. An jedem Haus hielten sie an, der Weihnachtsmann zeige Minka und Bernie an, sie sollen leise sein und stieg mit ihnen durch den Kamin in jedes Wohnzimmer, doch in keinem Haus erkannte Minka ihr zu Hause wieder. Der Weihnachtsmann hinterlies an jedem Kamin kleine Geschenke und machte sich auf zum nächsten Haus. Nachdem sie alle Häuser bestiegen hatten, kamen sie an eines der ganz kleinen, schon am ende des Ortes, Minka war ganz aufgeregt, hier war sie geboren worden, sie erkannte den Esstisch wieder, das Sofa und den weichen Teppich. Überglücklich wollte Minka schon zu ihren Geschwistern und ihrer Mutter laufen, doch dann dachte sie an Bernie, der ihr traurig hinterher blickte. Sie lief noch mal zurück und wollte sich bedanken, doch Bernie sagte nur, 'Minka wir sind Freunde geworden, obwohl wir so unterschiedlich sind. Wenn Du groß bist wirst Du das hier vergessen haben und Meinesgleichen jagen und töten, doch darüber lass uns jetzt nicht sprechen. Du bist jemand besonderes, Dein Herz ist rein und Deine Freundschaft bedeutet mir sehr viel. Vielleicht wirst Du Dich im Sommer noch daran erinnern und dann werden wir uns wiedersehen am Rande des Waldes aus dem wir gerade gekommen sind. Ich werde auf Dich warten.' Minka verstand Bernie nicht ganz doch sie freute sich auf den Sommer, und bedankte sich beim Weihnachtsmann und bei Bernie, bevor sie sich auf den Weg zu ihrer Familie machte. Überglücklich viel sie ihrer Muttern um den Hals und erzählte natürlich allen von ihrem Abenteuer. So kam es das an diesem Nikolaustag in jedem Haus in dem kleinen Dorf nah am Wald Abdrücke kleiner Katzenpfötchen auf dem Boden zu finden wahren... Und Minka vergaß Bernie nicht, im Sommer sahen sie sich wieder. Seitdem sitzen Bernie und Minka Abends oft am Waldrand und philosophieren über das Leben.
Frohe und besinnliche Weihnachten und allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Denen unter uns die Weihnachten nicht so mögen wünsche ich zumindest ein paar geruhsame Feiertage.
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Lieber Michael, hat Dir denn Deine Mama nicht beigebracht das man nicht auf wehrlose Katzen wirft? Das Schneeball-Stöckchen hat mich auch getroffen und zieht seine Kreise. Der Michael bekommt erst mal ärger mit mir. Der bekommt jetzt das Gesicht eingeseift. Alle anderen die mich nicht beworfen haben sind hingeben herzlichst auf einen Glühwein eingeladen. Ja Michael, das haste jetzt davon.
Aufgrund Glühweinseeligkeit und baldiger Weihnachtsharmonie bewerfe ich sonst niemanden. Weihnachtszeit, ist ja auch die Zeit des Friedens.
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Wir haben in der Sonne gesessen, die Nase immer im Wind. Wir haben viel erlebt, wir waren immer zusammen. Wir haben uns durchgekämpft, durch die Schule, durch den Führerschein und diverse Pubertätsprobleme. Wir waren schon zwei, immer was im Kopf, es gab soviel zu erleben. Weißt Du es noch? Damals, als wir noch Jung waren, noch in der selben Stadt wohnten, beide noch Single und Glücklich waren? Wir zwei, egal was kam, wir gehörten zusammen. Wir haben viel überstanden, einiges einfach nur überlebt. Wir waren füreinander da, egal was passiert ist. Kaum zu Hause klingelte das Telefon, Du warst dran, die Frage was es zu erleben, zu entdecken gab stand in der Leitung, und spätestens nach Mittagessen und Hausaufgaben ging es los. Wohin auch immer, zum Reden, über dies und das, zum Erleben von diesem und jenem, oder einfach nur um zusammenzusein. Niemals hätte ich damals gedacht das sich das ändern könnte. Doch dann kamen die ersten Krisen, die eine war ein Hund, die andere ein Mann. Wir waren immer noch Freunde, aber es hatte sich etwas geändert, ich war nicht mehr erste Anlaufstelle, auf einmal waren die Hunde wichtiger, später wurde dann der Mann zu Deiner ersten Anlaufstelle. Sehr wahrscheinlich habe ich es nicht anders gemacht als der erste Mann kam und später auch wieder ging. Doch damals war schon klar das sich etwas ändert, es ist nicht mehr so wie früher. Es kamen und gingen seit damals viele Tage, Monate, Jahre und wir waren Freunde. Doch ganz langsam änderte sich was. Manchmal haben wir darüber geredet, uns vorgenommen etwas zu ändern - scheinbar zu schwer, zu viel Arbeit, zu stressig. Nichts ist passiert. Und heute Morgen bin ich aufgewacht und der erste Gedanke war: ‚In diesem verflixten Jahr hast Du nicht nur Deine Liebe verloren, nein auch Deine beste Freundin.’ Eine Erkenntnis die mich schwer getroffen hat. Ich war so beschäftigt mit meinem Leben das mir das gar nicht so aufgefallen ist. Dir ging es sicherlich nicht anders. Wir haben uns in unglaublich andere Richtungen entwickelt, Du mit Hund auf dem Land, ich mit einen riesigen Kleiderschrank in der Stadt. Du mit dem Gedanken an Selbstständigkeit, ich mit dem Gedanken an den Master. Es hat sich viel verändert, wenn es mir schlecht geht bist Du nicht mehr diejenige die anruft. Wenn ich müde nach Arbeit und Uni nach Hause komme ist es nicht Deine Stimme die mir vom Anrufbeantworter entgegenschallt. Wenn ich weinend und lebensunlustig auf dem Sofa sitze, dann bist Du es nicht mehr die instinktiv anruft. Diesen Job haben jetzt andere übernommen. Bei Dir ist mein Platz sicherlich auch schon wieder gefüllt. Es gibt halt Menschen die sind eher präsent, sei es durch den Job, oder durch räumliche Nähe. Das es so kommen musste war sicherlich abzusehen. Und doch schmerzt es mich jetzt sehr. Während Dein Leben vielleicht eher in geordneten Bahnen verläuft (sei mir nicht böse wenn es nicht so ist, ich weiß es nicht anders), geht bei mir alles im Zickzack. Als ich Dich am meisten brauchte warst Du nicht da, und ich habe es auch alleine überlebt. Inzwischen gibt es andere Menschen die mir Händchen hielten als ich um die Ex-Liebe weinte, die Heute immer noch für mich da sind wenn ich sie brauche. Egal ob für schlechte oder gute Zeiten, mit denen sitze ich jetzt in der Sonne, die Nase immer im Wind. Das tun wir inzwischen viel zu selten, eigentlich gar nicht mehr. Warum? Weil es schwierig ist eine Freundschaft am Leben zu halten wenn der eine Abends noch Studiert und vor 22:30 meist keine Zeit hat zu telefonieren, der andere aber schon um 22 Uhr ins Bett möchte? Weil uns inzwischen 35 km trennen? Oder einfach weil zwischen unseren Welten Dimensionen liegen? Ich denke das ist alles kein Grund, für mich bist Du immer in meinem Herzen. Und ich möchte zurück was ich irgendwann dieses Jahr verloren habe.
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Manchmal sind es die kleinen Dinge,
die Verborgenen,
die man auf den ersten
Blick nicht sieht,
die Glücksmomente schenken
und das Leben
kostbar machen.
(Margit Strott-Heinrich)
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Irgendwie bezeichnend für diesen Tag... Aber wie wir wissen - alles wird gut. Die Frage ist bloß immer wie lange es dauert. Ich hoffe nicht mehr zu lange, denn langsam hab ich keine Lust mehr mich zum Depp zu machen. Viel lieber würde ich nach vorne Blicken, und am Horizont den Sonnenaufgang sehen, statt immer nur den Sonnenuntergang der hinter mir liegt. Eigentlich müsste ich mich nur umdrehen, aber ich schaffe es einfach nicht. Stehe mit dem Rücken zur Sonne und wundere mich warum mein Herz im Schatten liegt. Man reiche mir ein Taschentuch, und ach ja, könnte noch bitte jemand den Lauf der Sonne verändern? - Danke.
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